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LEBENSBILDER 17
notiert August 2025
KOCHEN UND ESSEN
Ein Hausfrauenleben lang haben die Teilnehmerinnen am Erzählcafé eingekauft, vorbereitet und gekocht, abgewaschen und aufgeräumt. Jeden Tag stand zuverlässig zweimal das Essen auf dem Tisch. Technische Hilfsmittel gab es kaum, ebenso wenig vorbereitete Mahlzeiten zum Kaufen. Das Geld war bei vielen knapp. Umso willkommener war dafür das Gemüse aus Garten und Pflanzblätz. Mit viel Einsatz und Freude haben sich die Frauen von Saison zu Saison gekocht und alle am Tisch waren zufrieden.
Das Zauberwort hiess: «Mit wenig viel machen.»
«Wie viele Kartoffeln habe ich wohl mit diesem Kartoffelschäler gerüstet?»
«Man isst, was auf den Tisch kommt.»
KOCHEN UND ESSEN
Normalerweise wurde am Mittag «richtig» gegessen und am Abend gab es Resten oder etwas Einfaches. Die Zeit am Mittag war knapp. Die Mutter kochte, der Vater kam von der Arbeit, die Kinder von der Schule. In diesem Moment musste das Essen auf dem Tisch stehen. Man ass, unterhielt sich, vielleicht reichte es noch für einen Kaffee, dann ging der Vater wieder zur Arbeit, die Kinder in die Schule und die Mutter machte den Abwasch. Hatten die Kinder frei, mussten sie abtrocknen.
Am Sonntag aber blieb Zeit, sitzen zu bleiben, die Nachspeise zu geniessen und zusammen zu plaudern.
«Was es zu essen gab, bestimmte der eigene Garten. Ich sah, was reif war, die Bohnen, die Kohlräbli oder sonst etwas und nahm es mit in die Küche. Darum herum entstand mein Menu.»
Gemüse und Salat gab es jeden Tag. Fleisch ab und zu. Gab es am Mittag Fleisch, so war am Abend keines auf dem Tisch. Sonst hie und da Wurst.
Resten und altes Brot wurden immer verwertet. Sie wurden zu Gratins, Aufläufen, Tätschli, Suppen – es fand sich immer ein Weg, etwas daraus zu kochen.
«Ich habe mir einen Spass daraus gemacht, dass das Geld für die Woche oder den Monat reichte und dass vielleicht sogar etwas übrigblieb.»
«Mein Mann und ich setzten uns zusammen und entwarfen einen Menuplan für die folgende Woche. So wusste ich genau, was ich kaufen musste. Das meiste kam aber aus dem Garten.»
«Damals gab es in den Läden und auf dem Markt nur das Gemüse, das gerade Saison hatte. Deshalb kochte ich auch ohne Garten saisonal.»
«Fleisch gab es am Sonntag und manchmal auch während der Woche. Das konnte auch ein Wienerli zur Suppe sein.»
«Zu den Rüebli schnitt ich manchmal Speck in Würfeli und briet diese an.»
«Manchmal klopfte es um fünf vor zwölf und ein Hausierer stand vor der Tür. Meine Mutter rief ‘allez les enfants, serrez vous un peu’ und wir rückten zusammen, um dem fremden Mann Platz zu machen. Im Dorf nannte man unser Haus ‘la maison de l’hospitalité’.»
WER KOCHT?
«Wenn ich staubsaugte oder bügelte, kochte mein Mann. Er hat es von seiner Mutter gelernt, weil er als Kind in der Küche half. Später besuchte er mit Kollegen einen Kochkurs. Er kochte eigentlich besser als ich. Als wir frisch verheiratet waren, fragte ich ihn: Machst du das Fleisch? Ich wuchs im Berner Sanatorium in Crans Montana als Tochter des Hausgärtners auf und wir bekamen das Essen vom Sanatorium geliefert. Deshalb lernte ich daheim nicht wirklich kochen, erst später in der Haushaltungsschule. Ich habe auch viel von der Schwiegermutter gelernt, zum Beispiel das Züpfe backen. Kochen und Backen machten mir Freude.»
«Ich sang immer bei der Hausarbeit, beim Staubsaugen, beim Waschen, beim Kochen. Ich sang mich durch alle Lieder, die ich gelernt hatte.»
«Mein Mann kochte ab und zu.»
«Mein Mann konnte nicht einmal Wasser kochen. Aber sonst war er ein superlieber Mann.»
«Ich half als Kind oft der Mutter und war in einem Haushaltungslehrjahr. So lernte ich kochen.»
«Ich sollte als Kind jeweils das Wasser kochen für den Kaffee am Abend. Ich fürchtete mich aber vor dem Gas, weil es einen tödlichen Gasunfall in der Familie und auch eine Explosion gegeben hatte. Ich wartete immer bis im allerletzten Moment, bis ich meine Mutter heimkommen sah und nahm dann erst die Zündhölzer hervor.»
«Wenn wir auf dem Feld arbeiteten, ging ich mittags früher heim, um das Essen fertig zu machen. Meine Mutter hatte alles vorbereitet. Ich kochte aber auch schon als Mädchen selbständig einfache Sachen.»
«War ich von der Schule zurück, setzte ich das Wasser auf. Wenn die Mutter heimkam, kochte sie darin die Hörnli oder die Kartoffeln.»
«Mein Vater kochte Ragout mit Stock, wenn meine Mutter bügelte.»
«Beim Kochen trug ich mein kleines Kind auf dem Arm, wenn es nicht mehr allein spielen mochte.»
«Ich hatte ein Juppala, diesen federnden Kindersitz, in dem das Kind eine Weile zufrieden war.»
«Man musste aufpassen, wenn das Kind damit herumzurutschen begann. Es hätte über die Türschwelle stürzen können. Damals gab es ja überall Türschwellen.»
«Später stellte ich manchmal das Laufgitter in die Küche.»
DIE KÜCHE
Küchen waren einfach ausgerüstet. Ein Kochherd und meist ein Kühlschrank, das war alles an technischen Geräten.
«Ich kochte auf einem Herd mit Platten. Neben jeder Platte war ein kleines Loch, dort konnte Übergekochtes abfliessen und wurde in einer kleinen Schublade darunter gesammelt. Das war praktisch.»
«Ich lebte lange in Chaux-de-Fonds. Dort musste man den Kochherd selber kaufen und in die Küche stellen. Entweder gab es einen Gas- oder einen Elektroanschluss. Beim Umziehen war das manchmal ein Problem. Was machte man mit einem Gasherd in einer Elektroküche?»
«Etwa Ende der 50er Jahre hatten wir einen Kühlschrank mit einem kleinen Eisfach. Dort konnte man Eiswürfel gefrieren oder einen Glaceblock aufbewahren.»
«Abgewaschen wurde von Hand. In einem Becken wusch ich, in einem zweiten war sauberes Wasser zum Spülen.»
«Ganz früher hatten wir einen Abwaschtrog aus Steingut. Ins grosse Becken stellte man die Abwaschschüssel, auf der gerippten Fläche, die leicht geneigt war, tropfte das Geschirr ab.»
«Steingut war leichter zu reinigen als Chromstahl. Aber man musste aufpassen, dass man nichts fallen liess. Es konnte Risse bekommen oder es gab Splitter.»
«Das Besteck stellte ich in ein Gefäss mit heissem Wasser, dann liess es sich gut abtrocknen.»
«Oder in ein Gefäss mit Löchern, dann trocknete es fast von selbst.»
«Abwaschen und Abtrocknen war eigentlich ganz schön. Halfen die Kinder, schwatzte man zusammen oder sang die alten Lieder, welche die Kinder in der Schule lernten.»
«Hatten wir Besuch, so verzogen sich die Frauen oft vor dem Dessert in die Küche, wuschen ab und räumten auf. Das war immer lustig und ging ganz leicht von der Hand. Unterdessen unterhielten sich die Männer und rauchten. Nachher fand man zum Dessert wieder zusammen und wusste, die Küche ist in Ordnung, jetzt kann ich es nur noch geniessen.»
«Ich trug immer eine Küchenschürze.»
«Zum Abwaschen trug ich eine lange Plastikschürze mit einem Latz. Um den Bauch hatte sie einen rund gebogenen Draht, so dass sie gut hielt. Das war praktisch.»
«Den Dampfabzug gab es noch nicht. Deshalb setzte sich das Fett auf Tablaren und den Dingen ab, die länger herumstanden. Das war mühsam zum Putzen. Die Schäftli reichten nicht bis zur Decke, wie das heute üblich ist. Ich musste auf die Leiter steigen und obendrauf dieses Fett wegmachen.»«Einmal im Jahr wusch man deshalb auch die Küche herunter.»
«Die heutigen glatten Küchenkombinationen sind viel einfacher sauber zu halten als unsere Küchen früher.»
KOCHGERÄTE
«Das Bratentüpfi begleitete mich durch mein Hausfrauenleben. Es war ideal, um Fleisch oder Gemüse langsam darin schmoren zu lassen.»
«Ich hatte einen Duromatic-Schnellkochtopf. Damit war Siedfleisch zum Beispiel viel schneller fertig. Aber ich musste sorgfältig damit umgehen und genau darauf achten, welcher Ring sich an dem Stift zeigte, welcher oben aus dem Deckel ragte. Manchmal hiess es, den Topf rasch von der Platte zu ziehen, damit er nicht überhitzte.»
«Einer Nachbarin explodierte der Duromatic und die Küche war voller Reiskörner!»
«Als ich allein war, hatte ich einen kleinen Duromatic für mich.»
«Ich nahm mir gern Zeit zum Kochen, aber wenn ich mal zum Arzt musste, war es praktisch, schnell kochen zu können.»
Es gab eine ganze Reihe nützlicher Küchengeräte aus Aluminium. Sie waren langlebig und günstig. Aluminium muss von Hand abgewaschen werden, aber Spülmaschinen gab es noch gar nicht.
«Das Passe-vite war ein wichtiges Gerät. Ein richtig feiner Kartoffelstock war der Stolz jeder Hausfrau!»
«Auch ein Löcherbecken gehörte in die Küche.»
«Mit dem feinen Sieb habe ich das Mehl gesiebt, das wir in grossen Säcken in der Mühle kauften. Da waren ab und zu Mehlwürmer darin, die siebte ich heraus und verwendete das Mehl ganz normal.»
«Ich hatte schon früh einen Bamix, einen Stabmixer. Damit konnte ich Resten pürieren, um Suppe zu machen.»
DER FAMILIENTISCH
Der Esstisch der Familie stand in der Küche. Dort assen immer alle am Mittag und am Abend. Jedes hatte seinen festen Platz, oft auf einem Taburettli oder auf der Eckbank. Man erzählte einander, was man erlebt hatte.
«Es war mir wichtig, den Tisch für jede Mahlzeit schön zu decken, jeden Tag.»
«Wir haben zuerst die Augen geschlossen und gebetet.»
«Bei meinem Grossvater sassen 13 Kinder am Tisch und sie assen ohne zu reden.»
«Punkt 12.30 Uhr kamen die Nachrichten. Da mussten wir still sein.»
«Es gab Regeln: richtig am Tisch sitzen, nicht einen Arm unter den Tisch legen und mit dem andern das Essen in den Mund hineinschaufeln, nicht mit vollem Mund reden, Messer und Gabel richtig gebrauchen.»
«Wenn Besuch da war, assen wir in der Stube mit dem weissen Tischtuch und dem Sonntagsgeschirr. Sonst assen wir auch am Sonntag in der Küche.»
BELIEBTE MENUS
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Bratwurst und Rösti und Brüsselersalat
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Hörnli und Ghackets
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Immer wieder Kartoffeln: als Geschwellte, Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Rösti, Kartoffelschnee, Ofenkartoffeln
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Lauchrollen mit Schinken umwickelt, mit Käse und Béchamelsauce gratiniert
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Suppenfleisch mit Gemüse und Kartoffeln
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Gefüllte Tomaten, warm mit Hackfleisch, kalt mit Thon
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Gebratener Lattich mit Specktranchen
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Kartoffelstock mit Brätchügeli, selber gemacht aus frischem Brät
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Bohnen und Speck, im Winter mit gedörrten Bohnen
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Warmer Salat mit Geschwellten
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Gebratene Cervelatscheiben im Omelettenteig
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Gebratene halbierte Cervelats mit Bratkartoffeln
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Salat vom Suppenfleisch
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Gebratene Fleischkäsescheiben
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Härdöpfeltätschli vom Kartoffelstock, mit Ei und Käse
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Omeletten mit Resten von Fleisch gefüllt, im Ofen mit Käse überbacken
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Blanchierter Chicorée mit Schinken umwickelt und ev mit Béchamelsauce gratiniert
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Tätschli aus Haferflocken mi Kräutern, Speckwürfeli, Ei, Knoblauch, Zwiebeln und ev noch Käse
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Spaghetti mit Tomatensauce und gebratenen Cervelatstückli
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Spaghetti oder Hörnli mit Käse («die Fäden, die er zog, nannten die Kinder ‘funiculaire’»)
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Erbsli und Rüebli an weisser Sauce, dazu Fleischkäse
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Griessbrei mit Apfelmus, Haferbrei mit Zucker
SUPPEN
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Gemüsesuppe
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Fleischsuppe
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Bündner Gerstensuppe
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Mehlsuppe
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Buchstabensuppe
GEBACKENES
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Zopf und Brot
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Kuchen aller Art mit Früchten der Saison
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Gedeckter Kuchen aus gehackten Schinkenabschnitten mit Zwiebeln und Kräutern
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Schinkengipfeli
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Spinatkuchen
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Lauchkuchen
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Chräpfli aus Resten vom Gehackten
GERICHTE AUS BROTRESTEN
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Brotsuppe
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Auflauf
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Fotzelschnitten
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Erdbeerschnittli
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Brotbrösmeli in Butter gebraten über Teigwaren oder Gemüse
SONNTAGSESSEN
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Poulet aus dem Ofen
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Braten
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Berner Platte
DESSERT FÜR DEN SONNTAG
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Fruchtsalat
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Götterspeise, also Löffelbiscuits, Vanillecrème und Himbeeren geschichtet
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Beeren mit Rahm
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Vanillecrème
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Gebrannte Crème
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Zitronencrème
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Meringues mit Rahm, den man von der frischen Milch abschöpfte, ein Festtagsdessert!
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Eine Kugel Glace und ein Schuss Erdbeerlikör darüber
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Oder auch ein Käfeli mit Williams oder einem Röteli
FRISCHE SCHWEIZER KÜCHE FRISCH GEKOCHT
Von der Schule oder aus dem Haushaltslehrjahr hatten alle Frauen ein Kochbuch. Das wurde gehütet und immer wieder benutzt. Auch das Kochbuch der Mutter gehörte zum Buchschatz. Dazu gesellten sich mit der Zeit weitere Bücher, zum Beispiel aus dem Emmental oder dem Seeland. Fast in allen Haushalten standen die Betty Bossi Kochbücher und auch die BB-Zeitung wurde gelesen. Kochbücher aus anderen Ländern gab es kaum und auch fremdländische Gerichte waren wenig bekannt, man kochte, was man kannte. In den Fünfziger- und Sehzigerjahren wurde noch wenig gereist.
Das Angebot in den Geschäften beschränkte sich fast ausschliesslich auf Lebensmittel, welche in der Schweiz produziert wurden.
«Wir kauften, was wir kannten und was es immer schon gegeben hatte.»
«Unbekannt waren damals Pouletbrüstli oder Pouletgeschnetzeltes. Man kaufte selten einmal ein ganzes Poulet und bereitete damit das Sonntagsessen zu.»
«Als ich ein Kind war, gab es manchmal Kalbskopf. Den mochte ich nicht. Man sah halt wirklich den Kopf des Kalbs.»
«Ich erinnere mich an ein Gericht, dass hiess ‘dessert aux pauvres hommes’, also Dessert für die Armen, es war aber ein Auflauf aus dem Ofen, Kartoffelstock abwechselnd mit Hackfleisch.»
Vorgefertigte Mahlzeiten waren fast unbekannt. Auch gewaschene Salate und anderes Halbfertiges existierte nicht im Sortiment der Geschäfte. Tiefgekühltes kam erst in den Sechzigerjahren auf.
«Eines der ersten Tiefkühlgerichte war das Fischfilet provençale, das musste man nur aufbacken. Über dem Fisch lag eine würzige Paste mit Kräutern. Das stellte ich selten auf den Tisch. Es war viel teurer als Selbstgekochtes.»
«Fischstäbli machte ich ab und zu. Alle hatten sie gern.»
Ein paar kleine Hilfsmittel für den Alltag gab es in jeder Küche:
«Bouillonwürfel brauchte ich oft.»
«Auch die Flüssigwürzen von Knorr oder Maggi.»
«Und Aromat gehörte in den Salat.»
«Ab und zu gabs eine Päcklisuppe, die man nur anrühren und kochen musste. Zum Beispiel Spargelcrème, Lauchcrème, Fidelisuppe mit kleinen Fleischmöcklein oder Tomatensuppe.»
«Im Vorrat hatte ich immer eine Büchse Ravioli, für den Fall, dass es mal pressiert oder ich nicht einkaufen könnte. Die hatten wir gern.»
«Ananas in der Büchse kannten wir auch.»
«Etwas Besonderes am Sonntag war eine grosse Büchse mit Erbsli, Rüebli, Schwarzwurzeln und Champignons.»
KOCHEN FÜR DAS KIND
«Für meine Kinder kochte ich immer frischen Brei. Das war einfach zum Machen und ich wusste genau, was drin war.»
«Ich zerdrückte gekochte Rüebli oder Kartoffeln oder auch Bananen mit der Gabel.»
«Diese vielen Gläser mit fertiger Babynahrung gab es nicht.»
«Wenn wir unterwegs waren, füllte ich den frischen Brei in ein Gefäss und nahm ihn mit.»
«Waren die Kinder grösser, gab ich etwas pürierten Schinken oder ein Eigelb zum Gemüse.»
Am Geburtstag durfte das Kind wünschen, was es essen mochte.
«Da gab es meistens Hörnli mit Gehacktem oder Spaghetti oder Omeletten.»
«Berge von Omeletten habe ich jeweils zubereitet.»
«Zum Geburtstag gehörte immer ein Kuchen mit Kerzen darauf.»
IN DER KINDHEIT
In den Vierzigerjahren mussten viele Familien sehr sparsam mit dem Geld umgehen.
«Man ass, was auf den Tisch kam.»
«Wir haben ganz einfach gegessen, aber immer mit frischem Gemüse aus dem Garten. Ich hatte eigentlich alles gern.»
«Es gab immer wieder Kartoffeln, auf alle möglichen Arten.»
«Fleisch gab es höchstens am Sonntag.»
«Hörnli und Käse hatte ich gern als Kind.»
«Einmal in der Woche machte mein Vater Kakao zum Znacht. Er wärmte halb Milch, halb Wasser, gab Zucker und das Kakaopulver dazu und rührte kräftig mit dem Schwingbesen. Dazu gab es Brot und Käse. Aber nicht eine Auswahl an Käse, sondern einfach ein Stück, zum Beispiel Emmentaler oder Greyerzer.»
«Mein Vater arbeitete als Gärtner im Sanatorium. In seiner Znünipause gab es Kakao, Brot und Käse aus der Sanatoriumsküche. Hin und wieder durfte ich ihn dabei besuchen und auch vom Znüni essen. Das war fein!»
«Wir hatten in der Küche einen Holzbackofen. Meine Mutter feuerte ihn mit ‘Wedele’ ein und backte Zopf oder Brot.»
«Manchmal wurde nach dem Brot noch ein Kuchen in den Ofen geschoben oder ein Apfel. Der wurde dann ganz weich und man konnte ihn auslöffeln.»
GETRÄNKE
«Ich kochte immer Tee. Dafür trocknete ich Lindenblüten und Minze und andere Kräuter.»«Wir tranken Tee oder Wasser.»
«Als Kind hiess es: Süsse Mineralwasser trinkt man nur, weil sie gut sind, nicht für den Durst. Also gab es sie nie.»
«Himbeersirup hatten wir manchmal.»
«Bei ganz speziellen Gelegenheiten wurde ein Citro oder ein Himbo spendiert.»
«Pepita mit Grapefruitgeschmack oder ViviCola kamen in Mode.»
«Es gab Mineralwasser mit Bergamotten-Geschmack.»
«Tranken die Erwachsenen Wein, erhielten die Kinder manchmal einen Papi-Sirup: Zuckerwasser mit einem Schlücklein Wein.»
IMMER WENIGER AM TISCH
Plötzlich war alles anders. Die Kinder waren gross, machten ihre Lehre, waren weniger daheim und zogen schliesslich aus. Der lebhafte Esstisch wurde stiller. Die Pfannen waren plötzlich zu gross.
«Zum Glück kamen die Kinder oft zu Besuch und ich konnte wieder für eine richtige Runde kochen.»
«Oder sie kamen, um sich grosse Schüsseln oder Pfannen auszuleihen, so wurden diese doch noch gebraucht.»
Leer wurde der Tisch, als der Mann starb, mit dem man während so vieler Jahre alles geteilt hatte.
«Das war schon schwierig, plötzlich für mich allein zu kochen und zu essen.»
«Ich habe jeweils für zwei gekocht und zwei Mahlzeiten daraus gemacht.»
«Ich habe mir immer einen schönen Teller angerichtet und mir den Tisch gedeckt und das Essen bei schönem Wetter auf dem Balkon genossen.»
«Ich musste lernen, mir Zeit zum Essen zu nehmen.»
«Ich habe am Mittag für mich frisch gekocht und am Abend dann Brot und Käse gegessen.»
«Eine Nachbarin, die auch allein war, und ich haben uns öfters etwas zum Essen gebracht. Einen halben Kuchen zum Beispiel oder das zweite Plätzli, weil zwei in der Packung waren und ich nur eines essen mochte.»
«Mit den Nachbarinnen hatte ich ein gutes Verhältnis. Wir haben einander Kuchen oder Suppe gebracht, Konfitüre gegeben oder etwas aus dem Garten, was sich gerade ergab. Nicht dass wir immer beieinandergesessen hätten, aber der Kontakt war immer da.»
ESSEN WECKT ERINNERUNGEN
Beim Gedanken an Gerichte der Kindheit oder an den Küchenalltag als junge Erwachsene fallen einem auch andere Begebenheiten und Umstände wieder ein.
Und es macht Freude, wenn die erwachsenen Kinder zu Besuch kommen und glücklich sind über das Essen ihrer Kindheit.
«Du machst den besten Zitronencake!»
«Deine Roulade mit Johannisbeergelée ist einmalig!»
Was die grossen Kinder immer wieder gern im alten Daheim assen:
Nüdeli und Geschnetzeltes, Stock und Braten, Riz Casimir, Omeletten (viele!), Rahmschnitzel.
Es gibt auch Gerichte, die sind mit Wehmut verbunden, weil man sie so, wie man sie selber gekocht hat, nicht wieder bekommt.
«Wenn ich an den Risotto denke, den ich jeweilen kochte, könnte ich grad ‘brüelen’.»
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